FahrradJäger Diebstahlstatistiken

Der Dieb-stahl-EXCELsior von FahrradJäger

Oder: Fahrradraub in Zahlen

Die Leute von FahrradJäger haben fleißig Daten gesammelt. Und meine Aufgabe ist es jetzt, euch diese Informationen in ausgewerteter Form und leicht verdaulichen Häppchen zu servieren. Kalkulationstabellen – mhhh… lecker 😉
Aber wie geht man mit rationalen Ziffernfolgen am kreativsten um?
Beim Malen nach Zahlen? Illuminatigeschichten? Der Steuererklärung? Spaß.
Jaja, ich und meine stumpfen Scherze …

Aber wusstet ihr, dass wenn man alle Fahrräder in Deutschland der Länge nach aufstellen würde, diese Strecke dann etwa 3-mal so groß wäre, wie die Entfernung von der Erde zum Mond?
Oder dass man von dem aktuellem Finderlohn aller Räder bei FahrradJäger etwa 10.000 kleinen Nachwuchsradlern in Deutschland jeweils einen sicheren Kinderhelm spendieren könnte?
Eine wirklich schöne Vorstellung. Aber kommen wir mal zu einer ernsthafteren Auswertung.

Ernsthaft – was mich wirklich zum Lachen gebracht hat … 😉
… ist ein interessanter Fakt, den ich den Zahlen entnehmen konnte. Denn die im Durchschnitt meisten UND teuersten Räder sind die Mountainbikes mit 1200 €. Diese wurden auch am häufigsten geklaut. Was nur folgenden Schluss zulässt. Eine Sache, die Fahrradhalter, als auch Diebe gemeinsam haben: Der Halter, der viel Zeit und Geld in den Aufbau und die Pflege gesteckt hat; und der Dieb, mit dem Blick eines Elsternauges für den profitabelsten Zweirad-Coup – BEIDE haben Ahnung von der Materie und wissen einfach, was gut ist. Und FahrradJägerbikes sind es auf jeden Fall! Sie unterscheiden sich eben von den Normalo- Radlern. Laut Statistik sind die Lieblinge der FahrradJäger etwa 58 % hochpreisiger.
Die Anschaffungskosten für ihre Velos fangen nämlich bei ca. 500 € an und nach oben ist richtig viel Luft:
Von den registrierten Drahteseln gehören die E-Bikes und Lastenräder mit durchschnittlich 2.500 € zu den teuersten. Rennräder kosten im Schnitt etwas über 1.000 €. Wenn du also auch viel Wert AUF und IN dein Fahrrad legst, dann bist du hier auf dieser Seite genau richtig!

Mountainbikes sind nicht nur zahlenmäßig die am häufigsten vorkommenden Räder, sie werden auch mit 67 % aller registrierten Genossen ihrer Art am häufigsten gestohlen. Ganz dicht folgen die Crossbikes und die Cityräder. Den vierten, fünften und sechsten Platz teilen sich mit annähernd gleichen Werten von ca. 55 Prozentpunkten das Holland- und Rennrad mit dem BMX.

Aber bei welchem Typ Rad(-fahrer) gibt es nun den größten Finderlohn? Ich denke, jeder Besitzer wird dir sehr dankbar sein, wenn du ihr/sein Rad zurückbringst. Und an erster Stelle sollte die Ehrbarkeit des ehrlichen Finders stehen. Aber ein kleiner Obolus ist ja auch nicht verkehrt 😉
Am spendabelsten zeigen sich also die E-Bike- Fahrer mit einem Finderlohn von sehr stolzen 160 €. Fast genauso zeigen sich die Lastenradfahrer mit 130 €. Vergleicht man diese Werte allerdings mit dem Gesamtwert des Rades, so erscheint dieser Anteil doch relativ gering. Rennradfahrer, deren Räder im Schnitt knapp die Hälfte kosten, zahlen nämlich genauso viel, ca. 130 €.
Bei den meisten Mountainbikern ist auch schon ein bisschen mehr als ein Hunni drin. Vom prozentualen Wert des Finderlohns erscheinen mir die Hollandradler aber am großzügigsten. Ihre Räder kosten ca. 420 €, und fürs Zurückbringen sind dann schon mal ganz gern 60 € drin. Liebhaber halt 😉

 

Man sieht hier, dass es sich wirklich ganz ganz unterschiedlich mit dem Finderlohn verhält. Manche zahlen mehr, andere weniger oder sogar nichts. Sind eben alles Durchschnittswerte. Der genaue Radwert wird euch dann in der App angezeigt. Grundsätzlich ist ein wiedergefundenes Rad aber ein sehr, sehr gutes Rad 😉

Und ein noch besseres, wenn es vorher auch registriert wurde. Denn den Bärenanteil der gestohlenen (aber registrierten) Räder ging in den Städten Hamburg, Rostock und Berlin (aufsteigend in dieser Reihenfolge) drauf. Leider kamen nur 2,1 % zurück zu ihrem Besitzer.
Und jetzt fangen schonwieder allen Radhaltern aus Angst die Kniescheiben an zu schlottern, und sie legen ihr Rad im Keller aus Sicherheit in doppelt so viele Ketten. Und jeden potenziellen Dieb in genauso vielen gleich daneben 😉 Aber gar nicht nötig – Denn ich habe Trost für euch. Klar, es wurden von den registrierten Rädern bis Ende 2015 einige geklaut.
Von diesen 2,1 % Zurückgekehrten hatte aber ein Viertel der Räder einen QR-Code. Also 25 % Quote für den kleinen Sticker und damit Hut ab.

Ab 2015 bis jetzt wurde sogar KEINES eurer Räder mit dem unlösbarem „QR-Code Aufkleber“ gestohlen. Für diejenigen, die noch nicht wissen, was das ist: Mit eurem Smartphone und der FahrradJäger-App könnt ihr das herumstehende Rad nämlich so ganz einfach scannen und sehr leicht den Status herausfinden, z.B. ob es gestohlen wurde. Da sich Diebe aber diesem Szenario gar nicht erst ausliefern lassen wollen, lassen sie lieber gleich die Finger von eurem Bike. Der Sticker besitzt also eine sehr stark abschreckende und angsteinflößende Wirkung auf die langen Finger der Langfinger: Die schrumpeln erst ein und krempeln sich zeitnah unter ihre Fingernägel, bis sie dann total absterben oder sich nie wieder aus dem inneren ihrer Hand trauen …

Und was meint ihr, was erst passiert, wenn ihr erstmal insect am Rad habt?! ;D
POW! Sicherer geht es nicht. Aber wie bereits am Anfang erwähnt, schauen sich die Diebe ihre zukünftige Beute ganz genau an. Und wenn ihr Blick sogar den Peilsender verpeilt, und sie wirklich so blöd sind, das gute Stück mitzunehmen, bekommen sie es mit der Community zu tun. Und die ist in solchen Belangen alles andere als lieb, denn Sie hat dem Fahrraddiebstahl ja bekanntlich den Kampf angesagt!

© Matthias Klei 2016

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